X - WING VECTORKITES

 

 

* X-WING Drachen mit Vektorsteuerung *


X-WING Drachen sind selten im Handel anzutreffen
. Neben dem 'DONGDAIL' gibt es noch den 'LIKE A BIRD' von COLOURS IN MOTION. Er ist nahezu doppelt so gross und besticht ebenfalls durch sein exotisches Aussehen. Mit seiner kardanischen 3D-Zugvektorsteuerung und einem Motor mit ca. 850 Schub ist er als ruderloses Flugobjekt trotzdem in der Lage, jederzeit mit allen moeglichen und unmoeglichen Fluglagen fertig zu werden. So ist es z. B. moeglich, diesen X-WING-Drachen rueckwaerts zu landen... :-))

 

Der Erstflug dieses zweiten  X-WINGs  fand am 9.5.2009 statt. Außer einer notwendigen Schwerpunktverlagerung waren danach keine weiteren Modifikationen erforderlich. Der 'LIKE ABIRD' flog auf Anhieb und ueberzeugte mit seinen Flugeigenschaften ebenso wie durch ein fuer das Auge voellig ungewohntes, sehr spaciges Flugbild.

 

Video vom Erstflug des X-WING II am 9.5.2009 
(Basis: modifizierter 'LIKE A BIRD' von PREMIER)

Um die Start- und Landeeigenschaften zu verbessern, erhielt der X-WING II ein 'Zentralfahrwerk' in Form einer schraeg nach unten gerichteten CFK-Rohrlanzette, die an ihrem vorderen Ende einen solide verklebten chinesischen Uebungsgolfball traegt. Hierdurch ergab sich die Moeglichkeit, auf der Stelle zu starten und zu landen
Auch zeigte sich hierbei ein sehr nuetzlicher Nebeneffekt: Das ganze Fluggeraet gewann an Flugstabilitaet, weil durch die Lanzette eine weitere Stabilisierung der vorderen Vektorsteuerungssektion gegeben war. Ausserdem sind die beiden Servos der auf Grasnarbenhöhe liegenden Vektorsteuerung besser geschuetzt.

Video vom Bodenstart des modifizierten
X-WING II am 19.5.2009 




Drachen gibt es in einer kaum ueberschaubaren Vielfalt
. Einleiner, Zweileiner, Vierleiner,  preiswert oder teuer, klein, groß, riesig - alles gibt's in einschlaegigen Drachen-Webshops im Internet oder auch in den spezialisierten Drachenlaeden.

Ein Highlight unter den  recht ausgefallenen Designerdrachen stellt  Lutz Treczoks DONGDAIL (von HQ - Invento)  dar:  Als Einleiner ist er urspruenglich dazu bestimmt, im Wind, mit seinen breiten Fluegeln in Leinenrichtung nach vorne zeigend, aufzusteigen.
Um dieses fliegende Kunstwerk von seiner Leinenfessel zu befreien und als ruderlosen 3D-FOLD-UP-Kite in die Luft zu bringen , waren einige kleinere Modifikationen notwendig: Die V-Form wurde durch staerkere Streckung der Hauptfluegel verringert, die Querstreben entsprechend verlaengert, und ein Carbonrohr-Laengstraeger als Akku- und Motorhalter eingezogen.
Ausgeruestet mit einer 3D-Zugvektorsteuerung (Power-Schnurzz mit 8" Prop,  3S-1200er Lipo, 2 Metallgetriebeservos) zeigt dieser ruderlose RC-Drache bei seinem Jungfernflug am 23. Februar 2008 ein phantastisches Flugbild, welches das Auge des Experimentalfliegers so bisher noch nicht sah :-))

 


Einige (kleinere) Modifikationen des DONGDAIL waren noch erforderlich: In die Saumnaehte wird 2mm Carbonrohr eingezogen, um die 'Flatterneigung' des Stoffes zu verringern. Ausserdem erhalten die hinteren Hauptflaechen 'Flapversteller' aus Aludraht,  um Unterschneidungstendenzen bei Fluglagen mit dem Wind zu begegnen.

Mittlerweile tragen alle Vectorkite - Prototypen einen kleinen (hohlen) und sehr leichten Uebungsgolfball an einer federnd mit der Motortraegerkonstruktion verbundenen Carbonrohr-Lanzette.

Sie schuetzt die Metallgetriebeservos vor unerwuenschten Belastungen bei 'haerteren' Landungen und verhindert so den Bodenkontakt und die Beschaedigung der recht teuren Metallgetriebeservos. 


Auf dem Bild rechts deutlich zu sehen: Obwohl mit 2mm CFK-Rohr verstaerkt, wird die ca. 110 cm lange vordere Saumnaht  bei entsprechender Anstroemung instabil und fuert leicht flatternd zu unerwuenschten 'Gegensteuermomenten'.
Video vom Erstflug des zum X-WING I-CANARD modifizierten DONGDAIL (Basis: DONGDAIL von HQ)

Aufgrund seiner leichten Bauart
zeigte sich recht bald, dass der DONGDAIL als X-WING CANARD -abhaengig von den Windverhaeltnissen - ein recht wechselhaftes Flugverhalten an den Tag legte. Dies lag einerseits an den langen Saumvorderkanten, die ihre Position bei Wind Querrudergleich veraenderten, sodass der Pilot mit starken Gegensteuerungsmomenten zu kaempfen hatte. Was als beherrschender Eindruck von diesen Versuchsfluegen blieb, war ein ueberzeugend-exotisches Flugbild.

Um herauszufinden, ob der DONGDAIL in seiner 'normalen' Fluglage vielleicht besser zu fliegen sei, wurde die Vektorsteuerung mit ihren Querstreben um 180 Grad versetzt eingebaut - mit verblueffendem Erfolg: Jetzt war der Dongdail als X-WING I ein auch auf engstem Raum beherrschbares Fluggeraet, aeusserst wendig und - bodenstartfaehig!

Video vom 'rueckwaerts' fliegenden X-WING I
Basis: DONGDAIL

 


Das faszinierende Flugbild des Dongdail
mit 200cm Spannweite und die Schubreserve des BL-Motors mit einem 8040er Prop liess die Vermutung zu, dass mit demselben Antrieb auch groessere Spannweiten dieses Designerdrachens geflogen werden koennen. Aus einem Kontakt mit  dem Designer ergab sich im Juni 2010 die Moeglichkeit, ein Exemplar mit ca. 320cm Spannweite zu erwerben. Die Saeume der konvexen Fluegelkanten erlaubten eine sehr straffe Aufspannung ohne weitere Stabilisierung der Saeume durch CFK-Einlagen.
Ein 'Rumpf' fuer die Aufnahme de auswechselbaren Vektorsteuerung wurde aus 7,4mm Skyshark-CFK-Rohren entwickelt, als Start- und Landehilfe diente wiederum ein nach vorne ueber die Propellerebene hinaus reichendes Skysharkrohr mit Uebungsgolfball an der Spitze.
Die Flugerprobung verlief bei Windstille unproblematisch: Der grosse, einem Manta im Erscheinungsbild aehnlich 3m - Dongdail erfuellte alle Erwartungen. Bestechend war hierbei insbesondere das elegante Erscheinungsbild im Langsamflug und die erstaunliche Wendigkeit. Das ruhige Flugverhalten ermoeglichte auch sehr schoene Rundflugaufnahmen mit einer kleinen Onboard-Kamera.
Bei Windstille empfiehlt es sich, mit einem leichten 3S-1000mAh-Lipo langsam zu fliegen, wobei bis zu 12 Minuten Flugzeit moeglich sind. Bei Windstaerken bis 3bft. war ein 1600er 3S-Lipüo die beste Wahl, da hierdurch der Schwerpunkt etwas nach vorne verlagert werden konnte und der Flieger stabiler im Wind geflogen werden konnte.
Ein Flug in ca. 100m Hoehe bei Sonnenschein und starker Thermik zeigte jedoch anschaulich, wie schnell so ein Fluggeraet in einer Thermikblase bei nur 5g/qdzm. Flaechenbelastung 'wegsteigt'. Da hilft nur eine geflogene Steilspirale, um Hoehe (langsam, sehr langsam...) abzubauen.   







   Rot-schwarzer Manta Erstflug am   9. Juni 2010




Rot-weisser Manta auf dem Drachenfest in Menden 2011


  Rot-weisser Manta Erstflug indoor in kleiner Halle
 

Ein herausragend schoener X-WING ist der SOJOURN von NTK.
Sein futuristisches Farb- und Formdesign laesst zieht den Betrachter umgehend in seinen Bann. Ob als stehende Skulptur im Wohnzimmer (130cm hoch) - oder als vektorsgesteuertes Flugobjekt in der Luft - dieser X-WING III  hat das gewisse 'Etwas'.  Um ihn fuer die Aufnahme der Vektorsteuerung vorzubereiten, wurden lediglich 4 Gummisteckverbinder auf den beiden parallel verlaufenden unteren GFK-Tragrohren angebracht. Die Steuerung ist die gleiche, die auch bereits den DONGDAIL in die Luft befoerdert.
Das Abfluggewicht liegt mit 550g wegen der etwas schwereren, aber originalen 6mm GFK-Tragrohre 100g ueber dem des Dongdail, dessen Tragrohre aus leichtem 6mm CFK-Rohr bestehen. Bei einer Gesamtflaeche von ca. 1qm ist die Flaechenbelastung jedoch so niedrig, das gute Flugeigenschaften erwartet werden konnten.
Der Erstflug am 2. Juni 2009 verlief zur vollsten Zufriedenheit des Piloten - der X-WING III flog wie an der Schnur gezogen und liess sich auch von wechselnden Winden mit 1-2 bft. nicht beeindrucken. Besonders eindrucksvoll ist der Langsamflug dieses Vektordrachens in ca. 1m Hoehe ueber dem Flugfeld. Den SOJOURN gibt es auch in einem Regenbogen-Spectrum als 'HOT SOJOURN' - auch ein ansprechend schönes Teil. 

Video vom Erstflug des X-WING III
Basis: SOJOURN von NTK
Video vom Erstflug des X-WING V
Basis: HOTSOJOURN von NTK
 

Der kleine Bruder des SOJOURN heisst WAYFARER
und wird ebenfalls von NTK hergestellt. Er ist nur 94cm hoch und fliegt mit einer sehr kleinen und leichten 3D-Zugvektorsteuerung (320g Schub) mit kardanischer Aufhaengung. Nach Austausch aller GFK-Rohre und Staebe gegen duenneres und wesentlich leichteres CFK-Material wiegt er bei einem Abfluggewicht von ca. 240g genauso viel wie das unveraenderte Original ohne RC-Vektormodul.

Etwas straffer aufgespannt verfuegt dieser IV. X-Wing ueber hervorragende Flugeigenschaften und zeichnet sich durch besondere Wendigkeit aus. Er kann langsam im Schritttempo,  aber auch sehr schnell geflogen werden und ist windfest bis ca. 3 bft. Wie im Video gezeigt, ist er ein echter Senkrechtstarter. Bei waagerechten Bodenstarts hebt er auf der Stelle ab, ohne vorwaerts zu gleiten.
Bedingt durch seine geringen Abmessungen passt er in jeden Kofferraum, so dass man sich den Auf- und Abbau sparen kann. 




Video vom Erstflug des X-WING IV
Basis: WAYFARER von NTK




Mit ca. 4qm Oberflaeche ist der LIME DIMENSION X einer der groessten im Handel erhaeltlichen Kastendrachen von Premier Kites. Dieser von Manfred Lindenlaub entwickelte Kastendrachen mit seinen Außenmassen von 250 x 320cm besticht sowohl durch seine imposante Groesse als auch durch sein ansprechendes, genial einfaches Design.

Um diesen Drachen als Vector Kite in die Luft zu bringen, waren allerdings einige Modifikationen erforderlich: So wurde der obere Halbkasten ca. 6cm flacher gestaltet als der untere, ebenfalls wurden die obere und untere Dreiecks-Segelfinne entfernt. Diese waren urspruenglich erforderlich fuer die Verspannung des Kastens mit einem zentralen Spannstab. Anstelle dessen wurde ein steckbares 12mm Epoxyrohr - Rechteck eingezogen, dessen vordere Auslaeufer die Vektorsteuerung aufnehmen. Ansonsten wurde die ca. 700g schwere Originalbestabung aus 12mm Epoxy-Rohr belassen, um nach erfolgtem Jungfernflug eventuelle Aenderungen vorzunehmen. Geflogen wurde mit einer Vector Unit mit ca. 1200g Schub.

Wie nicht anders zu erwarten, flog der 2000g schwere Drache bei seinem Jungfernflug im Geradeausflug unproblematisch und stabil, fuer zuegigen Kurvenflug wird jedoch etwas mehr Raum benoetigt, als in einer Turnhalle zur Verfuegung steht.

Um die erforderliche Wendigkeit auch fuer den Hallenflug zu erzielen, werden die 12mm Epoxyrohre gegen 10mm CFK-Rohre ausgetauscht, wodurch sich eine Gewichtseinsparung von ca. 400 gr. erzielen laesst. Hierdurch wird sich auch die momentane Schwanzlastigkeit im Langsamflug ausgleichen lassen. Auf die ersten Aussenfluege darf man gespannt sein!

Erstflug des LIME DIMENSION X
in der Halle am
23. Januar 2011