FOAMIES:

Nurfluegel - Eindecker

 


Die gruene Nurfluegel-DEPRON-Schale mit 90cm Spannweite
entstand aus der Idee, ein kleines, unter 100g leichtes, agiles Flugzeug für den Halleneinsatz zu schaffen. Um dem 3mm DEPRON-Fluegel Stabilitaet zu verleihen, wurden unter jede Fluegelhaelfte 4 Profilrippen geklebt und unterseitig mit 1,3mm Carbon verstrebt. Der Rumpf wurde aus 5mm Selitron geschnitten und übernimmt ebenfalls eine profilierende Funktion. Die 'Nase' ist aus 4mm EPP hergestellt. Ausgestattet ist das Flugzeug mit einem WES-Technik Gold-Line Brushless-Motor (7,5g), einem YGE-4 Drehzahlsteller, 2 Hype IQ-60 Rudermaschinen, einem 2 x 145mA Kokam-Lipoakku und einem GWS-4Kanal Empfaenger. Die Farbgestaltung erfolgte mit Hilfe von Zeichenkarton-Schablonen und breiten Filzstiften von EDDING. Der Designentwurf, das zurechtschneiden der Zeichenschablonen und die Eddingbemalung selbst nahmen hierbei mehr Zeit in Anspruch als der eigentliche Rohbau der Flugzelle.


Die  sehr zeitaufwendige Gestaltung von Depronflächen mit Schablonenlackierungen oder -bemalungen bedingte Überlegungen, wie eine drucktechnische Gestaltung von Depronoberflaechen erfolgen kann. Mit den hier gezeigten Nurfluegel-Modellen wurde der Versuch unternommen, die Oberseiten der Tragflaechen in einem photorealistischen Design zu gestalten. Hierzu wurde am PC eine quadratische Textur entwickelt, die sich an allen Seiten aneinanderfuegen laesst. Der mit Acryl 'nachgemalte' Kunstdruck wurde fotografiert und am PC ein wenig 'nachbearbeitet', so dass sich eine Mustertextur ergab. Diese wurde 5x auf DIN-A4 - Ettiketten-Filmfolie gedruckt und exakt quadratisch beschnitten und mit entsprechender Stosskantenueberlappung (ca. 2mm) neben- und uebereinander auf die Oberseite der Depronschale geklebt. Das Ganze wurde mit einer duennen Schicht Klarlack im fertig montierten Zustand wetterfest versiegelt. 
Diese Form der Gestaltung ermoeglicht individuell gestaltete photorealistische Motive und ist mit einem Siebdruck oder einer Eddingbemalung nicht zu vergleichen. Den Vorteilen einer ansprechenden individuellen Gestaltung und einer hoeheren Stabilitaet steht jedoch der Nachteil eines nicht unerheblichen Mehrgewichtes gegenueber: Der gelbe Tigerfell-Nurfluegel wiegt bei einer Spannweite von 95cm mit Foliendekoration 50g mehr, der rote Nurfluegel im 3D-Op-Art-Design (frei nach Vasarelis LEPKE-MI) ist 25g schwerer als ohne Folie. 

 

Eine wesentlich leichtere Variante stellt die Verwendung von Wasserschiebebildfolien dar: Bei gleicher drucktechnischer  Verfahrensweise wird die fertig mit Tintenstrahl bedruckte Folie nach Trocknung des Drucks zunaechst mit einem Kreuzgang Spruehklarlack fixiert. Nach weiteren 30 Minuten kann die zugeschnittene Schiebebildfolie mit ihrer nicht bedruckten Unterseite auf die Oberflaeche einer gefüllten Wasserschuessel gelegt werden, so dass das untere Bildtraegerpapier Wasser ziehen kann. Nach ca. 20 Sek. laesst sich das Bild auf die vorher mit Alkohol gereinigte Depronflaeche aufbringen, Luft- und Wasserblasen lassen sich mit einem weichen Baumwolltaschentuch wegstreichen. Die Schiebebildfolie bringt auf einer 3mm Din-A4-Depronflaeche mit einem Gewicht von 7g lediglich ein Mehrgewicht von 1,6g. 
Beide Folienanwendungen sind nicht ganz billig, eine A4-Folie kostet zwischen 1 und 2 Euro. 

Perfekt waere eine Moeglichkeit, DEPRON direkt mit einem handelsueblichen kostenguenstigen Tintenstrahldrucker bedrucken zu koennen. Da hierfuer keine Low-Cost Loesungen  verfuegbar sind, muss nach einem geeigneten A4/A3-Farbdrucker gesucht werden, der sich fuer den horizontalen Vorschub von laengeren Depronstreifen umbauen laesst.
Der direkte Tintendruck auf DEPRON wuerde fast gar kein Mehrgewicht nach sich ziehen (aehnlich einer EDDING-Dekoration), der Arbeitsaufwand hierfür waere erheblich geringer, die optische Wirkung deutlich professioneller.

 

 
         
Nurfluegel-Video 1 (Halle)   
  Nurfluegel-Video 2 (Freigelaende,
roter Nurfluegel)
Nurfluegel-Video 3 (gruener Nurfluegel)
 

Wem die leichten Depronschalen zu langsam sind, der sollte zu einem GEMINI 22 von Guenther-Flugspiele greifen. Diese nur 20g leichten Gummikatapult-Nurfluegler sind aus grobem Styropor gepresst und fuer stabilen Geradeausflug ausgelegt.
Genau richtig fuer einige kleine 'Modifikationen'... Hier das Original

...und hier die 'gepimpte' Version:
Die erforderlichen Zutaten für den Umbau: 1 WES-Technik Gold-Line 12N-Minibrushless (7,5g Gewicht), 1 KoKam 3-S Lipo 145 mA, 1 YGE-4, 2 Hype 3,5g Miniservos, ein 4" Dreiblattprop, linkslaufend. Nachdem die Öffnungen für Empfänger und Akku ausgeschnitten waren, wurden 2 Quer/Hoehenruderblaetter ueber faserverstaerktes Klebeband mit den Flaechenhinterkanten verbunden. Mittig wurde der Carbonrohr-Motortraeger in den Rumpf eingesteckt und mit 4 kurzen Carbonsticks abgestrebt. Oben und Unten wurden Stabilisierungsflossen aus 5mm Depron eingeklebt. Die Rumpfnase sowie die Flügelvorderkanten erhielten reichlich Tapeverstaerkung, um die Schlagzaehigkeit der Zelle bei haerteren Auzfschlaegen zu garantieren. Als Durchleitung fuer das Antennenkabel und tragendes Element wurde rumpfunterseitig ein 3mm Polyamidrohr angebaut. Alle elastischen Verbindungen wurden mit UHU-POR, Carbonverbindungen mit zaehfluessigem Sekundenkleber verklebt. Im Original wiegt der GEMINI 22 nur 20Gramm, die 'gepimpte' Version bringt 78g auf die Waage.
Mit einem 3S-200mA LiPoAkku von AHA, noch mehr Strapping Tape zur Stroemungs- und Stabilitaetsverbesserung, schwarz-roter EDDING-Bemalung und 125% Servoweg bei 70% Expo zeigt der GEMINI 22 sein wahres Gesicht: mit jetzt 91g Abfluggewicht und deutlich besserer Motorperformance sind seine Flugeigenschaften noch besser geworden...
Video:  
'Verbesserte' Version von GEMINI 22 mit Gummikatapultstart
      
GEMINI 22 - Flugvorfuehrung auf der INTER-EX 2007 in Ostrach
   
Video:  GEMINI 22 auf der INTER - EX 2007      

Einmal im Jahr ist Weihnachten. Da geht der Baum fliegen! 
Das Geraet wurde in Windeseile just for fun aus 5mm SELITRON geschnitten, mit Carbonstaeben verstrebt und mit gruenem Eddingstift dekoriert. Der Baum fliegt mit einem Deltamischer und mit Seitenruder, wobei Standard-Kunstflugfiguren moeglich sind. Der EMAX Brushless-Langsamlaeufer laesst nach entsprechender Programmierung des Drehzahlstellers 'Jingle Bells' ertoenen. Geflogen wird mit 3x 650mA Kokam - Lipos und 9 x 4" Propeller,3 Blue-Arrow Rudermaschinen und einem unter der Rumpfspitze haengenden Glittermorgenstern. Das Abfluggewicht des Geraetes liegt bei ca. 550 - 650 Gramm (je nach Schmuck).

 

Video vom fliegenden Weihnachtsbaum


Projekt 'BOOMERANG'

Eine aussergewoehnliche Empfaenger/Servo/Drehzahlstellerkombination
bietet SPEKTRUM mit dem AR6400.

Mit unter 4g Gewicht eignet sich dieser Baustein insbesondere fuer kleine Motormodelle, die durch einen passenden Getriebemoptor mit 8,5g und einer 1S-150mA Lipozelle angetrieben werden. PARKZONE hat eine ganze Reihe vorbildgetreuer Schaumflieger mit Spannweiten um die 40cm und Fluggewichten zwischen 28 und 32 g auf den Markt gebracht, die sich im Bereich der Microplanes zusammen mit aehnlichen Fliegern von KYOSHO grosser Beliebtheit erfreuen. Diese Flieger kommen mit 2-Achs oder sogar 3-Achs-Steuerung und sind kunstflugtauglich - sofern im Außenbereich kein Wind weht :-)) 

All diese Mini-Schaumflieger kommen als motorisierter Rogallo, Hochdecker, Mitteldecker oder Tiefdecker auf den Ladentisch.
Allein - was bisher fehlt, ist ein kleiner und leichter Nurfluegel mit besonderen Flugeigenschaften, die durch einen Nurfluegel erreicht werden sollte.

Was lag also naeher, sich mit einem solchen Nurfluegel-Projekt zu beschaeftigen, und hierfuer ein paar Anforderungen zu formulieren: 

- Spannweite um die 70 - 80cm bei einem Flaecheninhalt von ca. 7-8qdzm.
- Pfeilung und Flaechengrundriss an einen Boomerang angelehnt
- hervorragende Gleiteigenschaften
- stabiler Geradeausflug 
- als (Hang-) Segler einsetzbar
- als Motorflieger einsetzbar
- Umbau zum Motorflieger mittels austauschbarer Getriebemotoreinheit 
-Fluggewicht unter 40g

Die ersten 'Testflugobjekte' waren als Hanggleiter auf Anhieb flugfaehig, der Umriss des Nurfluegels wurde jedoch zugunsten einer ausgepraegten U-foermigen Pfeilung veraendert, um noch bessere Geradeausflugeigenschaften und eine moeglichst effektive Selbststabilisierung aus 'prekaeren' Fluglagen zu gewaehrleisten.

Das Ergebnis all dieser Bemuehungen ist der BOOMERANG mit 75cm Spannweite, der mit 23g als Hanggleiter und mit aufgeklettetem Druckantrieb als Motor(segel-)flieger grossen Spass bereitet.

Ausser der Mitelrippe aus 6mm Dpron besteht der gesamte Fluegel aus 3mm Depron. Die Formgebung als hohl profilierte Depronschale ermoeglicht ein temperierbares 'Depronbiegerohr' (FOXTUBE), welches durch 2 seitlich angebrachte 60W Gluehbirnen aufgeheizt wird und auf dessen Oberflaeche durch 'walken', 'schieben' und 'druecken' das Profilieren von Depronfluegeln moeglich wird.
Mit einem Fluggewicht von ca. 35g und 7qdzm. Flaecheninhalt verfuegt der BOOMERANG ueber eine Flaechenbelastung von 5g pro qdzm. Er laesst sich ausserst gutmuetig in der Luft bewegen, nimmt jeden Aufwind mit und fliegt bei ueberwiegendem Motorbetrieb ca. 8 Minuten mit einem 1S 150mA Lipo. Am Hang -ohne Motor- laesst sich die Flugzeit leicht auf 30-40min. erhoehen. 
Wuenschenswert waere eine kleine 5" Klappluftschraube, um den Luftwiderstand des stehenden Props zu reduzieren.

Erstflug BOOMERANG1
BOOMERANG1 bei Leichtwind

Der BOOMERANG II ist ein auf 80cm Spannweite gewachsener BOOMERANG-Nurfluegel: Er verfuegt jetzt ueber einen 12,5g BL-Motor sowie eine selbstgebaute 5030er Klappluftschraube an kugelgelagerter Fernwelle. Sein Fluegel ist aus 6mm DEPRON, ebenfalls auf dem 'Ofenrohr' hohl geformt und profiliert. Zwei 3,5g Rudermaschinen sorgen fuer die Quer/Hoehenruderbetaetigung, ein 5A Drehzahlsteller und ein 300mA 3S-LiPo befeuern den BL-Motor. Die 'Kabinenhaube ist aus einem Teilsegment einer 0,5l PET-Sprudelwasserflasche.

In der Flugerprobung zeigt der 85g leichte Sportler, was in ihm steckt: Kein Vergleich mit BOOMERANG I - der II fliegt mindestens 3x so schnell, steigt senkrecht hoch und bedarf der vollen Aufmerksamkeit des Piloten, wenn er weiter als 100m entfernt ist: Kommt er ... oder geht er?
Ausreichend grosse Ruderausschlaaege sorgen fuer volle Kunstflugtauglichkeit, wobei das tragende Hohlprofil sich im Rueckenflug nicht ganz unkritisch verhaelt...

G
  Erstflug des BOOMERANG II am 13.5.2011
   
   
Nurfluegel - Doppeldecker

Diesem kleinen Nurfluegel-Doppeldecker
lag die Ueberlegung zugrunde, ein ungewoehnliches Flugzeug mit einer Spannweite unter 70cm, einem Gewicht unter 80g und trotzdem möglichst großem Flächeninhalt zu bauen, welches mit entsprechenden Langsamflugeigenschaften auch hallentauglich sein sollte.

Bestueckt mit einem nur 3,5g leichten WES-Technik- Microbrushlessmotor  mit 3" Prop, einem YGE-4 Drehzahlregler, 2 Hype IQ-60 Rudermaschinen sowie 2 x 145mA Kokam-Lipo konnte ein Abfluggewicht von 78g realisiert werden. Das Flugzeug kann auf kleinstem Raum (15 x 15 m) geflogen werden und zeichnet sich durch seine gutmuetigen Flugeigenschaften aus. Die beiden Tragflaechen sind rechtwinklig über Flaechenverbinder ohne Winkeldifferenz miteinander verbunden.

Durch verunglueckte Flugmanoever ist solch ein leichtes Kastenfluegel-Flugzeug nicht zu zerstoeren. Carbonstreben sind nicht erforderlich, da die Verkastung der Flugzelle bei geringer Spannweite und niedrigem Fluggewicht für ausreichende Stabilitaet sorgt.

Aufgrund ihrer baulichen Naehe zur DEPRONETTE hat der Flieger mittlerweile den Namen MINI-DEPRONETTE erhalten.
Mit einem 7,5g GoldLine Microbrushless von WES-Technik und einem 450mA 25C 3S Lemon-Lipo liegt ein Abfluggewicht von 100g an - und das Flugzeug ist nicht wiederzuerkennen. Mit einer 5030er GWS-Luftschraube und einem Schub von 210g verwandelt sich der gutmütige Hallenflieger in einen rasanten Pylon-Racer...

Flugvideo von der MINI-DEPRONETTE 
 

Mit einer Spannweite von 85cm und etwas groesserem Flaecheninhalt  wurde dieser Nurfluegel-Doppeldecker gebaut, der  weniger als 150g  Fluggewicht auf die Waage bringt und sowohl hallen- als freigelaendetauglich und ausserdem imstande ist, eine Flycam zu tragen. Zur Erhoehung der Stabilitaet wurden an jeder Fluegelseite je 1 Carbonstab mit 1,3mm Durchmesser diagonal eingezogen und verklebt. Das Flugzeug kann auch draussen bei staerkerem Wind geflogen werden. Es heisst 'DEPRONETTE' und macht seinem Namen alle Ehre.



Nach unzaehligen Fluegen, einigen Kollisionen in der Halle und einigen unfreiwilligen 'Erdungen' hat sich die DEPRONETTE  als nahezu unzerstoerbar gezeigt. Eine EPP-Nase verzeiht (nahezu) alles, die Ruderanlenkungen und der Schubmotor ebenfalls. Trotzdem gibt es nichts Gutes, was man nicht auch noch verbessern kann:
Der Mittelspant wurde bei der 2. Version durchgaengig aus 3-fach verklebtem DEPRON (aussen 3mm, innen 6mm mit runden Leichterungslochungen) gebaut, drei hoehere Landekufen integriert und beide Flaechenvorderkanten mit 0,5x3mm CFK-Rechteckstab versehen. Ausserdem wurde der Abstand zwischen den Flaechen von 5 auf 6cm erhoeht:
Durch Einbau eines 10g-KissKatz in Verbindung mit einem 460mA 2S Lipo konnte das Startgewicht auf 135g gesenkt werden. Die Vergroesserung der Ruderflaechen sorgt fuer noch mehr Wendigkeit.
Ein besonderer Spass ist das fliegen mit 2 Nurfluegel-Doppeldeckern und 3S Lipos bei staerkerem Wind ...

Mittlerweile hat die DEPRONETTE weitere Anhaenger gefunden, Dieter Gerblinger aus Mittenwald hat diese wunderschoene DEPRONETTE gebaut und bereits geflogen:
 


Um als waschechter DEPRONETTE-Pilot erkannt zu werden, hat Dieter als  Modeschoepfer eine aeusserst sehenswerte Pilotenmuetze kreiert.

Dieter hat seine DEPRONETTE ebenfalls mit einem KissKatz motorisiert, ausgeruestet mit einer sehenswerten, sehr schoenen (und leicht!) gefraesten Glocke.

Rainer K. aus Bodenheim hat seine DEPRONETTE mit einem leistungsfähigen, dem SODOMINI vergleichbaren China-Brushless motorisiert und fliegt bis zu 30Min. mit einem 2S - 1200mA Lipoakku.
   
       
Video 1: 
Flugvideo der DEPRONETTE
 
     
Video 2: 
Zwei DEPRONETTEN  im Kampf gegen den Wind
     

Eine Weiterentwicklung der DEPRONETTE stellt der BOXWING dar. Ziel war hierbei, die Kurven- und Richtungsstabilitaet des Fliegers so zu erhoehen, dass ihn auch weniger routinierte Modellpiloten sicher starten - und landen koennen. Zu diesem Zweck wurde der Silouettenrumpf im vorderen Bereich etwas vergroessert, ebenso wurden 4 kleine 'Stabilisierungsflossen' oberhalb und unterhalb der Querrudersektion platziert. Sie dienen auch dem Schutz der Querruder beim Transport und bei der Landung.  Die Verlängerung des Silouetenrumpfes um 2cm im Bereich der Motorbefestigung sowie die eliptischen Aussparungen der Fluegelabschlusskanten im propellernahen Flaechenbereich bewirken eine Minimierung des Motorlaufgeraeusches. Wenn der Boxwing mehr als 50m entfernt fliegt, ist er akustisch fast nicht mehr wahrnehmbar.

Wie bereits bei der DEPRONETTE erkennbar, eroeffnet der BOXWING durch Einsatz von selbst angefertigten Schablonen aus duennem Zeichenkarton eine Vielzahl an Gestaltungsmoeglichkeiten durch Ausmalen der aufgezeichneten Farbfelder mit Edding-Permanentmarkern:
   
  Video vom Erstflug des BOXWING am 24.3.2015 
  Video des BOXWING (Stunts) am 7.4.2015 
   
Versuchsweise wurde eine Variante des Boxwing mit nach hinten versetzem Unterfluegel und schmalerem Rumpfboot gebaut. Der Oberfluegel ist identisch mit dem Oberfluegel des Boxwing, der Unterfluegel weist eine geringere Pfeilung auf, das 20g geringere Abfluggewicht liegt bei 165g.
Statt mit 6cm Fluegelabstand wurde dieser Boxwing mit 5cm Fluegelabstand gebaut.
Erste Testfluege zeigten, dass dieser tuerkis-blaue Boxwing verbesserte Flugeigenschaften hinsichtlich Gleitwinkel und Hangsegelfaehigkeit auf- weist. Eine Klappluftschraube -ohne die Bremswirkung einer Starrluftschraube- wird dazu beitragen, diese gewuenschten Flugeigenschaften weiter zu verbessern.


   
Bilder oben: Boxwings im Wespen-, Clownfish-, Pseudo-Stealth und Flower-Power Design.

Bild links: Boxwing-Hangar der Jugendlichen des MFC-Solingen

Im Rahmen der diesjaehrigen Jugendflugtage
des Modellflieger-Clubs Solingen bauten 15 Jugendliche des Vereins im Alter von 6 - 17 Jahren unter Anleitung aus einem vorbereiteten Bausatz ihren eigenen Boxwing. Alle erforderlichen Materialien und Werkzeuge sowie Servos, BL-Motor und ESC wurden hierfuer im Team vorbereitet und den Jugendlichen zur Verfuegung gestellt.
Die Bauzeit betrug zwischen 6 und 8 Stunden, alle fertigen Modelle flogen problemlos und bereiteten viel Spass. Beim 'Limbo-Race', Kunstflug und Ballonstechen wurden Piloten und Boxwings auf eine harte Probe gestellt - und alle haben's ueberlebt :-))

Bilder unten: Boxwings in Aktion
   
   
   
 
   
   
Video: Erstflug des BOXWING im CLOWNFISH-Design am 14.6.2015
Video: 7 BOXWINGs gleichzeitig in der Luft am 7.6.2015


Durch die Installation moderner LED - Leuchtbaender mit geringer Stromaufnahme ist es moeglich, den Boxwing auch bei Nacht zu fliegen:
Video des BOXWING (Nachtflug) am 14.4.2015
Video mehrer BOXWINGs mit Nachtflug am 14.4.2015

2 BOXWINGs im Formationsflug 23.4.2015



Die Verwendung von 6mm starkem DEPRON fuer den Kastenfluegel ermoeglicht den Bau von groesseren Modellvarianten - BOXWING XXL sozusagen.
Gesagt - getan: Mit 150cm Spannweite, einem Rohbaugewicht von 280g und unter Verwendung eines 'scharf' gewickelten, 25g leichten 12N-16P BL-Motors mit N52 Magneten (830g Schub, Prop 8040 GWS) ist der BOXWING XXL entstanden, der flugfertig mit 3S-1000mAh LiPo ein Abfluggewicht von 445g auf die Waage bringt.
Ein V-foermig eingearbeiteter 2mm CFK-Rundstab, der diagonal durch jede Fluegelhaelfte verlaeuft und mit grossen CA-Klebepunkten an den 'Durchstichkanaelen' mit dem Rumpfboot und den Spanten verklebt wurde, sorgt fuer enorme Steifigkeit des Fluegels und faengt alle Zug- und Druckbelastungen auf, denen der Flieger z. B. beim Kunstflug oder auch bei haerteren Landungen ausgesetzt ist.
Die Flugeigenschaften gleichen im wesentlichen denen des kleineren Boxwing mit 90cm Spannweite, der XXL mit seinen 150cm Spannweite vermittelt dem Piloten jedoch noch staerker das Gefuehl, ein wesentlich groesseres Modellflugzeug zu Steuern.
Alle Flugfiguren, die mit Quer- und Hoehenruder geflogen werden koennen, sind moeglich.

   
Erstflug-Video des BOXWING-XXL  am 30.4.2015
   
   
Nurfluegel-Dreidecker  

Eine unterhaltsame Variante eines Nurfluegel-Mehrdeckers stellt der Nurfluegel-Dreidecker mit zweidimensionaler Schubvektorsteuerung dar, dessen Erstflug im August 2006 stattfand.

Die Flugzeugzelle besteht aus 3 gleichfoermigen Depron-Nurfluegelflaechen, verbunden durch ca. 6cm hohe Flaechenverbinder und so zu einem Nurfluegel-Dreidecker verkastet. Alle Flaechenteile sind aus 3mm Depron geschnitten.

Die Flugzeugnase ist zweilagig aus verklebtem 6mm EPP erstellt, der Rumpf aus 3-lagig verklebtem 3-mm-Depron. Die Ruderflaechen sind durch Carbon/Schrumpfschlauchanlenkungen miteinander verbunden und werden durch je eine Hype IQ80-Rudermaschine über eine Deltamischfunktion angesteuert. Die Seitenruderfunktion uebernimmt eine kleine Robbe-Rudermaschine (8,5g), die mit zwei kurzen Schubstreben den Motor schwenkt. 
Der Motor ist ein modifizierter CDR-Motor mit 30mm Glockendurchmesser, der Stator ist mit 16 x 0,45mm Kupferlackdraht gewickelt und im Dreieck verschaltet. Mit 2-zelligen 850er Lipo-Akkus ist geruhsames Fliegen moeglich, interessant wird es jedoch mit einem 850er Dreizeller-Lipo: Flugfiguren wie Messerflug, Endlosrollen, stehende Achten sowie Loopings sind Standard.
Ungewoehnlich dagegen sind schnelle vertikale Rotationen ('Ventilator'..) und horizontale Rotationen, die wie schnelles 'Aufwaertstrudeln' ausschauen.
Nurfluegel-Dreidecker Flugvideo